Am 18 Juni machten wir uns wieder aus unserer Neißestadt in die Landeshauptstadt Dresden auf. Diesmal stand ein lang erwartetes Set auf dem Plan. Das neue Herr-der-Ringe-Set machte ja schon im Vorfeld ordentlich Furore. Natürlich durch den einen serialisierten One-Ring, aber auch die Sonnenringe und Boxtopper in den Sammmlerboostern, die die Preise in den Himmel schießen ließen. Aber auch mit den interessanten Artworks und den bekannten Charakteren ist das Set natürlich ein absoluter Banger. So fand eine epische Schlacht mit Frodo, Gandalf, Gollum und Sauron im Comicportal Dresden statt. Wir waren diesmal zu fünfen mit Arthur (als Titelverteidiger), Frank, Patryk, Peer und Enrico beim Einsteigerturnier am Start. Mike musste diesmal durch Urlaub passen (deswegen obliegt diesmal mir [Enrico] die Berichterstattung). Zu uns gesellten sich 7 weitere Magic-Verrückte, so dass wir auf 12 Teilnehmer und 4 Runden kamen.

Zuerst stand natürlich Booster öffnen und Deckbau auf dem Plan. Ich machte keine wirklich nennenswerten Rares auf.
Kankra, Kind von Ungoliant
/
Shelob, Child of Ungoliant
ist auf jeden Fall für unsere Commander-Runde eine gute Option und über
Elfische Gesänge
/
Elven Chorus
kann man bestimmt auch in dem ein oder anderen Deck nachdenken. Am Ende baute ich auf schwarz/rot mit Orkarmeen und setzte so mehr auf Synergie als auf Rares und Bomben. Am besten im Deck war natürlich
Mauhúr, Hauptmann der Uruk-hai
/
Mauhúr, Uruk-hai Captain
. Am besten öffnete definitiv Peer, der den
Der Eine Ring
/
The One Ring
aufmachte. Zusätzlich setzte er auf weiß grün und Speisespielsteine. Ähnlich ging auch Patryk vor, der noch die neue Ring-Mechanik in den Fokus nahm. Frank baute wirklich ein richtig gutes schwarz/grünes Halbling-Hellsicht Deck mit unter anderem dem Toppick
Verzückter Halbling
/
Delighted Halfling
. Ebenso auf Hellsicht setzte Arthur, der sich auf grün, weiß und blau festlegte.
Hier ist Franks Deck:

Also gingen wir in die erste Runde und nun mussten die Decks zeigen, was sie können. Ich legte erstmal gut los. Mit 2:0 ging die erste Runde recht sicher an mich. Ein paar dicke rote Kreaturen lagen recht schnell auf dem Tisch und so dezimierte ich mein Gegenüber sicher. Als absolute Überraschung stellten sich meine zwei
Wurfmaschine aus Mordor
/
Mordor Trebuchet
heraus, die erstaunlich gut performen. Sie sind einfach mit 1/4 gute Blocker und erzeugen beim Angriff einen 2/1 Flieger, den man nicht blocken will, da er ja eh geopfert werden muss. Ebenso 2:0 ging Frank, der seine Halblinge in der ersten Runde gut rausbekam, die ihn schnell zum Sieg führten. In der zweiten Runde blieb sein Gegenüber mit Mana-Screw auf der Strecke. Peer spielte eine ewig lange Runde und hielt sich mit Speisespielsteinen über Wasser. Am Ende reichte dies nicht und er ging mit 0:1 vom Tisch. Patryk lief in die Falle von
Frodo, Saurons Untergang
/
Frodo, Sauron’s Bane
und seinem Gegner, der schon den Ring auf Stufe vier hatte. Immerhin ging die zweite Runde an ihn. Mit ein paar Fliegern war dem Gegner schnell der Garaus gemacht. Also am Ende 1:1. Arthur struggelte mit seinem Dreifarbendeck und legte ein 0:2 hin.

Nun kam es zu den Görlitzer Duellen. Ich bekam es mit Frank zu tun. Sein Deck war wirklich bockstark. Er begann gleich mit
Verzückter Halbling
/
Delighted Halfling
und machte mit Hellsicht ordentlich Kartenvorteil. Dagegen kam ich nicht wirklich an. Also ab in die zweite Runde. Hier legte ich eigentlich gut los. Doch Frank fand die passende Antwort mit ordentlichem Removal. Ich hielt zwar lange auf einem Leben durch und konnte ordentlich nachlegen, aber am Ende ging die Partie mit 2:0 an Frank. Arthur kämpfte gegen Patryk, der ihn in der ersten Runde recht schnell überrannte. Im zweiten Spiel schlug Arthur dann aber zurück, fand mit dem Stich ein gutes Removal und pumpte dann seine Kreaturen auf, was Patryk in die Kniee zwang. Im Decider war er dann aber wieder nicht vom Glück verfolgt und zog schlecht, was Patryk zum 2:1 Sieg verhalf. Peer gewann die erste Runde recht sicher. In der zweiten Runde legte er wieder einen Marathon hin und hielt sich ewig mit Speisespielsteinen über Wasser. Dabei half auch
Butterblume, Wirt aus Bree
/
Butterbur, Bree Innkeeper
der ihm jede Runde ein Food generierte. Am Ende trennte er sich trotzdem mit 1:1.

In der dritten Runde ging ich wieder mal als Sieger vom Tisch. Ich konnte mein Gegenüber recht schnell zweimal mit meinen Ork-Armeen niederrennen. Einmal neutralisierte er mir leider meinen Flieger, was am Ende zu meiner Niederlage führte. Aber trotzdem ein schönes 2:1 für mich. Peer ließ nicht viel anbrennen und gewann deutlich mit 2:0. Patryk machte es genau andersherum.
Ein Ring, sie alle zu knechten
/
One Ring to Rule Them All
machte sein Board im ersten Spiel kaputt, wovon er sich nicht erholen konnte. Auch die zweite Runde ging an den Gegner, der mit
Rise of the Witch-king
/
Rise of the Witch-king
ein schönes Removal zur Hand hatte und eine passende Synergie spielte. Arthur packte nach einigen ernüchternden Runden einfach noch die vierte Farbe in sein Deck, um
Aragorn der Einiger
/
Aragorn, the Uniter
spielen zu können. Am Ende konnte er ihn tatsächlich ausspielen und gleich den Sieg erringen. Mit 2:1 konnte er schließlich noch den erhofften Erfolg einfahren. Frank blieb weiter ungeschlagen, auch wenn es diesmal beim 2:1 denkbar knapp war.

Nun folgte die vierte und letzte Runde. Mein Gegenüber spielte fast das gleiche Deck mit schwarz roten Ork-Armeen. Im ersten Spiel erzeugte ich ein gutes Board und holte zum Angriff aus. Der Gegner verblieb auf einem Leben. Durch Block und Removal war das Board ziemlich leer. Ich legte mit dem
Olifant
/
Oliphaunt
eigentlich gut nach, aber auch mein Gegenüber hatte Glück und zog den erlösenden Blocker, um den Trampelschaden abzufangen. Er war im Nachziehen dann besser dran und konnte noch
Gollum, beharrlicher Ränkeschmied
/
Gollum, Patient Plotter
aus dem Friedhof holen. Ich zog nur Land nach und so ging die Runde etwas ernüchternd an meinen Gegner. Die zweite Runde war dann recht schnell weg. Peer meinte, er wurde beim 0:2 mal richtig versohlt. Ähnlich ging es auch Arthur, der wieder mit Mana zu kämpfen hatte. Patryk sicherte sich noch das 1:0. Wobei er zum Glück in der Verlängerung noch die 5 Extrazüge überlebte, sonst wäre es ein 1:1 geworden. Frank kämpfte währenddessen um den Turniersieg. Sein Gegner hatte ein wirklich gutes Deck mit
Gollum, beharrlicher Ränkeschmied
/
Gollum, Patient Plotter
,
Kankra, Kind von Ungoliant
/
Shelob, Child of Ungoliant
und Orkaufmarsch. Etwas glücklich setzte sich Frank am Ende dennoch mit 2:1 durch und holte damit erneut den Turniersieg nach Görlitz. Herzlichen Glückwunsch!

Alles in allem muss man sagen, dass es wirklich viel Spaß gemacht hat, erneut nach Dresden zum Prerelease zu fahren. Ich war, was das Set angeht, im Vorfeld wirklich etwas skeptisch. Ich bin nämlich nicht der größte Herr der Ringe Fan und somit musste das Set für mich schon ein wenig mehr bieten. Es lässt sich aber festhalten, dass es vom Spielerischen wirklich fantastisch ist. Die Ork-Armeen, Speisen und Hellsicht-Mechaniken bieten allesamt schöne Interaktionen und ein ausgeglichenes Powerlevel. Somit kann man auch mit unterschiedlichen Taktiken erfolgreich sein. Etwas unter dem Radar geflogen ist für mich die Ringe-Mechanik. Es ist eben doch nicht so einfach den Ring auf eine der höheren Stufen zu bekommen, damit ist er zum Glück nicht so präsent wie die Dungeons. Abgeschlossen wurde der Turniertag beim Debriefing im Restaurant zum goldenen M.
